Branche in Stichworten

 

Schrauben-, Muttern- und Nieteindustrie 

Hinsichtlich der Daten des Statistischen Bundesamtes als auch von Eurostat ist zu erwähnen, dass sich seit 2017 einige Codenummern und entsprechende Zuordnungen zu einzelnen Produkten geändert haben. Bei den Produktionsdaten für Prodcom wurden einige Nummern ergänzt, während bei den
Zolltarifnummern CN 7318 für Export und Import Blindnietmuttern mit einer separaten Zolltarifnummer neu eingeführt wurden, was zur Folge hatte, dass andere Produkte bei gleicher Bezeichnung mit veränderten Zolltarifnummern versehen werden mussten. Beide Änderungen haben in der Umstellungsphase
seit Januar 2017 zu einigen Verunsicherungen bei den Meldungen und wohl auch zu der einen oder anderen Fehlmeldung geführt.


Erzeugnisse:

Schrauben, Muttern, Niete und andere mechanische Verbindungselemente nach DIN-, ISO und EN-Normen sowie nach Angaben der Abnehmer (Zeichnungsteile); unterschieden nach Gewindeform, Durchmesser und Länge, Kopf- und Schaftform, Kraftangriff, Werkstoff und Festigkeit sowie Oberflächenveredelung.

Hersteller:

Etwa 50 Hersteller mit rund 8.000 Beschäftigten. Vorwiegend mittelständische Branchenstruktur: Die Hälfte der Firmen hat weniger als 100 Mitarbeiter, nur ca. 10 % mehr als 500 Mitarbeiter.

Standorte:

Ca. die Hälfte der Betriebe im südwestfälischen Raum zwischen Ruhr und Sieg; die anderen Werke im Bundesgebiet ohne örtliche Schwerpunkte.

Jahresproduktion:

Die Jahresproduktion der Branche betrug im Jahr 2018 795.000 Tonnen  ( + 1,1 %) im Wert von 3.877 Mio. EURO ( + 4,9 %).

Export:

2018 wurden 905.000 t (+ 0,7 %) im Wert von 5.733 Mio. EURO (+4,9 %) exportiert, vorwiegend höherwertige Erzeugnisse und hauptsächlich in europäische Länder. In diesen Exportzahlen sind auch die Reexporte eingeschlossen.

Import:

2018 wurden 1.037.000 t (+ 5,2 %) im Wert von 3.729 Mio. EURO (+ 5,9 %) importiert. Stärkstes Importland in Europa bleibt Italien. Im fernöstlichen Raum dominiert China im hochfesten Bereich und Taiwan bei den Kleinschrauben. 

Abnehmer:

Größter Abnehmer ist die Fahrzeugindustrie mit ihren Zulieferern. Bedeutende Verbraucher sind außerdem die Hausgeräte-, Elektro- und Möbelindustrie, der Maschinen-, Apparate- und Stahlbau sowie die Bauindustrie. Ein Teil der Produktion wird über den Handel abgesetzt.

Forschung:

Gemeinschaftsforschung für 783.822 EURO p.a. (überwiegend AIF-Förderung) mit Schwerpunkt am Institut für Werkstoffkunde der TU Darmstadt.

Normenwesen:

DIN: Normenausschuss Mechanische Verbindungselemente (FMV)ISO: Internat. Normenkomitee ISO/TC2 mit Sekretariat beim FMV.EN: Europäisches Komitee für Normung CEN/TC185 mit Sekretariat beim FMV.

Branchenorganisation:

Die zuständige Fachorganisation ist der Deutsche Schraubenverband e.V. in Hagen; über den Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung e.V. (WSM) in Hagen Mitgliedschaft im Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) in Berlin. Zusammenarbeit der europäischen Hersteller im European Industrial Fasteners Institute (EIFI).

gez. Dr. Stefan Beyer

30.06.2019

Deutscher Schraubenverband e.V. - Goldene Pforte 1 - 58093 Hagen